Öffentliche Sekundarschule von Sahoro in der Gemeinde von Sakete, Republik Benin

Eckdaten: zwei Gebäuden mit je 3 Klassenräumen und Büro und Toiletten mit 8 Kabinen

Beitrag der Projektleiterin Astrid Toda: (Auszug)

Die Region von Sakete und vor allem Sahoro sind vom Oro-Kult geprägt. Der Oro-Kult gehört zu religiös traditionellen Gruppierungen, denen nur Männer angehören. Es wird ein Fetisch verehrt, von dem gesagt wird, dass er das gefährlichste auf unserem Planeten darstellt: eine eifersüchtige Frau. Die Maske des Fetisches darf daher von keiner Frau gesehen werden. August und September sind die Hauptmonate für die Aktivitäten des Oro-Kultes, aber auch während der anderen Monate ruht der Kult nicht ganz. Während der Umzüge müssen Frauen und nicht initiierte Männer in den Häusern bleiben. Frauen, die in den Straßen entdeckt werden, werden getötet. Nicht eingeweihte Männer bekommen erst einmal tüchtig Schläge und haben dann die Möglichkeit, den Brautpreis zu bezahlen und damit Mitglied des Kultes zu werden. […]

Nachdem Ende Juli die Gebäude fertig für den Anstrich waren, machten wir erst einmal eine Pause. Wir überließen dem Oro-Kult das Feld und zogen uns zurück. Mitte September erreichte uns eine Nachricht aus Sahoro, dass der Kult uns bat, die Gebäude anzumalen, damit die Kinder nach Schuljahrsbeginn auch bald die neuen Klassenräume beziehen könnten. Die Farben hatten wir bereits im Vorfeld eingekauft. Sie wurden nun nach Sahoro gebracht und die Maler begannen ihr Werk. Drei Wochen später erstrahlte die Schule in den schönsten Fürst-Pückler-Farben. Danach brachten wir noch den Grafiker nach Sahoro. Am 23. Oktober war auch er fertig. Stolz leuchten die Logo der Unterstützer dieses Projektes an den Gebäuden. […]

Wir danken allen für die großartige Unterstützung und wir sind dankbar, dass wir dieses Projekt ohne Zwischenfälle beenden konnten. Wir hoffen, dass unsere Sensibilisierung Früchte tragen wird und viele Mädchen eine bessere Schulausbildung erhalten werden. Wir wünschen allen Kindern der Region viel Erfolg.

Kompletter Bericht: http://www.entwicklungshilfe-westafrika.de/open/language_id/1/action/standard%3Bdetail/menu/130/M/B5LawQ#4

Öffentliche Grundschule von Houngbagba, Gemeinde Tori-Bossito, Republik Benin

Januar 2012 wurden zwei Schulgebäuden mit je drei Klassenäumen, Toilette\ Renovierung alter Klassenräume eröffnet. Es wurde Platz für 360 Schulkinder geschaffen.

Neue Schule in Zèbè

Zèbè groupe B 24. Dezember 2010 wurde das neue Gebäude für die Grundschule in Zèbè fertig. Nach Schulbeginn am 3. Januar 2011 üben die Kinder Tänze und Lieder für die Eröffnungsfeier am 25. Januar.Klassenraum\ Klassenraum

Das Schulprojekt

Grundschule Idi-OgouDie Republik Benin liegt an der Guinea-Bucht, zwischen Togo und Nigeria in Westafrika. Es ist ein längliches, sich von Norden nach Süden ausdehnendes Land mit 6,5 Millionen Einwohnern.

Es war im 19. Jh. eine französische Kolonie, bis es 1960 als Dahomey Republik unabhängig wurde. Seit 1975 heißt das Land Republik Benin. Es ist mit dem Anbau von Baumwolle, Kokosnuss, Erdnuss und Kaffeebohnen eine landwirtschaftlich geprägtes Land. Aufgrund niedriger Produktivität ist es eines der ärmsten Länder Afrikas.

Während Frau Astrid Toda noch 1991 als Gattin eines japanischen Botschafters in Nigeria lebte, soll die allgemeine Armut der Bevölkerung in der Hauptstadt bei ihr Wut ausgelöst haben. Angesichts dieser Armut und mangelnden Bildung, die aus vielen Kindern Kriminelle werden lässt, kam sie ins Grübeln.

Sie gewann dann die Überzeugung, dass die Kindererziehung die einzige Methode ist, die Menschen langfristig von Armut zu befreien. Sie hat dort angefangen, eine Schule für die Straßenkinder der Stadt zu bauen. Dabei hat sie sich die Arbeitskraft der Eltern der Straßenkinder zunutze gemacht und diese vermittelt.

Sie fand jedoch viele Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Nachbarland Benin in der Stadt, und dieses Land ist noch ärmer. Sie begann dort erneut, eine Schule zu bauen, mit der Überzeugung, dass die Erziehung der Kinder, besonders der Mädchen, am wichtigsten ist, um das Land wirtschaftlich stabiler zu machen.

Grundschule MakokoSie suchte einen von der Hauptstadt entfernten Ort. In diesem Augenblick nahm sie Abschied vom Status einer Diplomatengattin und begann, sich auf das Schulprojekt zu konzentrieren. Am Anfang gab es viele skeptische Dorfeinwohner, aber dank der guten Methode von Astrid Toda, dass sie erst den Ältesten des Dorfs überredet, haben die Dorfeinwohner verstanden, wie wichtig die Kindererziehung ist. Außerdem gibt es für sie zusätzliche Vorteile, beispielsweise, sie bekommen nicht nur die Grundschule für Kinder, sondern dazu noch eine Wasserquelle, oder eine Bibliothek.

Seitdem wohnt Astrid Toda in Benin und engagiert sich für das Projekt. Sie fliegt ab und zu nach Europa, um finanzielle Mittel zu sammeln. Zur Zeit wird ein Gymnasium gebaut, das es bisher dort nicht gab.\ Adresse von Frau Astrid Toda: www.Entwicklungshilfe-Westafrika.de

Alle Bilder vom Schulprojekt (auf dieser Seite gezeigt) gehören Frau Astrid Toda.